Das Segelschulschiff "Gorch Fock" bleibt Teil der Marine-Ausbildung. Ihr Einsatz wird nicht mehr in Frage gestellt. Allerdings wird das Ausbildungskonzept überarbeitet.
Mit neuem Ausbildungskonzept und neuem Kapitän wird die "Gorch Fock" weitersegeln. Im Verteidigungsausschuss des Bundestags gab es am Mittwoch breite Unterstützung für entsprechende Pläne des Verteidigungsministeriums. Nur die Linke sprach sich gegen einen Fortbestand des Dreimasters als Ausbildungsschiff der Marine aus. "Für einen Neuanfang sind die richtigen Weichen gestellt", sagte der CDU/CSU-Ausschussobmann Ernst-Reinhard Beck.
Der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (Wahlkreis Ostholstein) sagte nach der Ausschusssitzung, praktisch gebe es für die "Gorch Fock" eine Bestandsgarantie als erste Einheit der Bundeswehr im Rahmen der neuen Bundeswehrstruktur.
Vorschläge zur Verbesserung
Die Pommerin-Kommission werde in ihrem noch ausstehenden Bericht das Segelschulschiff nicht mehr grundsätzlich in Frage stellen, sondern nur noch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der seemännischen Basisausbildung in der Marine machen. Die unabhängige Kommission unter Leitung des Historikers Prof. Reiner Pommerin will ihren Bericht noch im Juli vorlegen.
Norbert Schatz kehrt nicht zurück
Der abgesetzte Kapitän Norbert Schatz wird nicht auf das Schiff zurückkehren. Die "Gorch Fock" wird im Herbst zunächst für zwei Monate von ihrem Heimathafen Kiel an die Marineschule Mürwik verlegt.
Dort soll der neue Offiziersanwärter-Jahrgang sich besser vorbereiten können für die Segelausbildung. Ein Übungsmast an Land wird frühestens im nächsten Jahr errichtet. Er halte aber die Präsenz der "Gorch Fock" in Mürwik für eine bessere Ausbildung für noch wichtiger, sagte Gädichens.
Quelle: www.shz.de 07.07.2011
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