Freitag, 28. Januar 2011

Die Gorch Fock in Frage stellen?

Heute Nacht ist ein Ermittlerteam von 7 Personen der Marine in Ushuaia (Argentinien) eingetroffen um die Vorgänge an Bord der Gorch Fock zu überprüfen. Seit gut einer Woche
liegt das Segelschulschiff nun vor Reede. Medienberichten zufolge, soll der bisherige Kapitän – Norbert Schatz – wieder an Bord sein, um das Schiff an Michael Brühn zu übergeben, der ebenfalls zu dem Ermittlerteam gehört und die Bark nach Kiel zurück bringen wird.

Die Ermittler werden ca. 10 Tage an Bord bleiben um die Besatzung zu den Vorwürfen zu befragen. In Montevideo soll die Ermittler dann wieder von Bord gehen (vorraussichtlich 07.02.2011).
Unterdessen wachsen die Vorbehalte gegen einen weiteren Einsatz der Gorch Fock.
„Gerade in Zeiten, in denen wir über eine kräftige Verkleinerung der Bundeswehr und weiteren Sparbemühungen debattieren, sei es unverständlich ausgerechnet die Gorch Fock
unbedingt weiter in Betrieb zu halten“ – sagte CDU Fraktionsvorstandsmitglied Ruprecht Polenz.

Die Gorch Fock kostet den Bund rund 10 Millionen Euro im Jahr.
Jetzt soll erst einmal geprüft werden ob es wirklich notwendig sei, Offizieranwärter auf
dieses Schulschiff zu schicken. Befürworter zweifeln nicht daran, denn alle Offizieranwärter auf verschiedene Schiffe der Marine zu verteilen, würde doppelt soviel kosten wie bisher, zumal die Gorch Fock das einzige Schiff der Marine ist, auf dem so viele Anwärter gleichzeitig ausgebildet werden können.

Das letzte Wort ist in der Geschichte um die Gorch Fock sicherlich noch nicht gesprochen.

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